Das offizielle Kunstmagazin für Kunstliebhaber

Ob Informationen zu Künstlern, aktuellen Ausstellungen, zur Kunstszene, Malerei oder auch interessante Inhalte über Kunstrichtungen, Maltechniken & Co. – in unserem Kunstblog finden Sie alles Wissenswerte im Bereich der zeitgenössischen sowie modernen Kunst.

Fauvismus

Der Fauvismus bezeichnet eine Stilrichtung der Malerei, welche sich im Zuge der französischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte. Der Begriff geht auf ein von Henri Matisse gegründete Malergruppe zurück, deren Gemälde von dem Kunstkritiker Louis Vauxcelles mit denen von Wilden – französisch Fauves – verglichen wurden. Die Künstlergruppe stellte sich mit ihrem Unabhängigkeitsdrang gegen etablierte Künstler wie Gauguin, Cézanne, Renoir, Toulouse-Lautrec und Manet. Matisse formulierte die Prinzipien dieser Stilrichtung, zu deren Vertreten außerdem noch Derain, de Vlaminck, Marquet, Dufy, Braque und Rouault gehörten. Im Fauvismus werden die farbtheoretischen Erkenntnisse anderer Stilrichtungen wie des Impressionismus und des Neoimpressionismus mit einer frühexpressionistischen Empfindungsintensität verbunden, wie man sie aus den Werken Gauguins und van Goghs kennt.

Die Grundmotive ihrer Werke waren heitere Landschaften von Flüssen und Meeren, Aktbilder, Porträts und Stillleben, die die starke Anlehnung des Fauvismus an den Impressionismus zeigen. Lediglich die Werke von Rouault stechen hier etwas hervor, denn sie zeigen eine stärkere Verwandtschaft zu den düsteren, frühexpressionistischen Bildern des Skandinaviers Munch. Ähnlich wie im deutschen Expressionismus wird die reine Farbe, welche durch ungewohnte Kontrastwirkungen gesteigert wurde, im Fauvismus direkt mit kräftigen Pinselstrichen auf die Leinwand aufgetragen. Dadurch kann den unmittelbaren und subjektiven Emotionen des Künstlers besser Ausdruck verliehen werden, denn es wird auf alle illusionistischen Effekte verzichtet.


Jörg Immendorff

Jörg Immendorff war ein deutscher Künstler, der 1945 in Bleckede bei Lüneburg geboren wurde und 2007 in Düsseldorf verstarb. Er studierte in den Sechziger Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf bei dem berühmten Bühnenbildner Teo Otto und dem deutschen Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner und Kunsttheoretiker Joseph Beuys. Ab 1968 trat Immendorff unter dem Künstlernamen LIDL auf und wurde zunächst vor allem mit seinen politisch engagierten Bildern bekannt. In seinen Gemälden forderte Immendorff eine realistische, operative und vor allem revolutionär-demokratische Kunst, die dem Volk und den Werktätigen dienen sollte. Er thematisierte in seinen Werken unter anderem auch die Teilung Deutschlands, wie etwa in seinem 1977 ausgestellten Café Deutschland, das das Gegenstück zu Guttusos Caffé Gréco bildet.

Jörg Immendorff untersuchte die Auswirkungen der deutsch-deutschen Teilung auf die Kunst und Gesellschaft. Motiviert wurde er dazu durch eine Begegnung mit dem DDR-Künstler A.R. Penck, zu dem ihn eine lange Freundschaft verband. Immendorff entwickelte in seinen bühnenbildhaften und didaktischen Lehrstücken eine eigene metaphorische Zeichenbildsprache, welche er dann später auch auf seine bemalten Skulpturen übertrug. In den Achtziger Jahren war Immendorff selber als Dozent an verschiedenen europäischen Kunstakademien tätig und reflektierte seine Tätigkeit dort selbstironisch in seinen Akademie-Bildern. Seit Ende der Neunziger Jahre entfernte er sich von dem erzählerischen Stil und widmete sich vermehrt der reinen Malerei.


Meisterschale beim BVB

Heute habe ich, Tobias Heitmann, den Spielern des BVB die Meisterschale von Fritz-Art übergeben. Die Deutschen Meister aus Dortmund haben sich eigene Größen und eigene Motive gewünscht, welches von uns natürlich umgesetzt wurde - So hat jeder Spieler sein individuelles Kunstwerk bekommen.

Sven Bender, Kevin Großkreutz, Tobias Heitmann

Auf dem Foto sind die Nationalspieler Sven Bender, Kevin Großkreutz und Galerist Tobias Heitmann zu sehen.


Lebenslauf von Günther Uecker

Günther Uecker
 

Günther Uecker wurde am 13. März 1930 in Wendorf, Mecklenburg geboren und wuchs auf Wustrow, einer Halbinsel in der Ostsee auf. Schon während seiner Kindheit in der landwirtschaftlich geprägten Umgebung seines Elternhauses lernte er Entbehrungen kennen: Wenn die Ernte gut ausfiel und das Geld reichte, konnten für den Winter neue Schuhe gekauft werden; im Sommer ging er barfuß über Stoppelfelder – eine Erfahrung, die sich ihm „körperlich eingeprägt“ hat. Obwohl er von Haus aus keinen Zugang zu Bildern und Büchern hatte, begann er schon früh zu zeichnen, was ihm Konflikte mit seinem Vater einbrachte, der ihn deshalb für „missraten“ hielt und sogar verprügelte.
Seine berufliche Laufbahn begann Günther Uecker in der damaligen DDR mit einer Ausbildung als Maler und Reklamegestalter. Ab 1949 studierte er Angewandte Kunst in Wismar und Berlin-Weißensee, ehe er 1955 nach Westdeutschland übersiedelte, wo ihm von 1955 bis 1957 ein Stipendium das Studium an der Kunstakademie Düsseldorf unter Otto Pankok ermöglichte, wo er später, von 1976 bis 1995, auch selbst unterrichtet hat.
Der Nagel wurde zu seinem Markenzeichen, zu dem Instrument, mit dem der „Nagelkünstler“ hauptsächlich assoziiert wird. Seine ersten Nagelbilder schuf er 1957 und wandte diese Technik ab 1962 auch auf Alltagsgegenstände an. Dabei interessierte ihn vor allen Dingen die durch die Dreidimensionalität erzeugte Licht- und Schattenwirkung, was seinen Ausdruck auch in den Lichtobjekten fand, die er als Mitglied der, von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten, Künstlergruppe ZERO schuf, der er sich im Jahr 1961 angeschlossen hatte.
Auf der Suche nach alternativen Konzepten und Materialien zur Überwindung herkömmlicher malerischer Mittel unternahm er viele Reisen, u.a. in die Sahara, in die Navajo-Reservate Arizonas, nach Russland, Sibiren und in die Mongolei. Er experimentierte mit Sand, Wasser, Strom und Metall. Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl entstanden die Aschebilder. Zahlreiche Ausstellungen und Buchveröffentlichungen vermitteln ein Bild von der Bandbreite seines künstlerischen Schaffens, das neben Objektkunst auch Aquarelle, Bühnenbilder und Skulpturen umfasst.
Günther Uecker wurde mit mehreren renommierten Auszeichnungen gewürdigt, so z.B. dem Kaiserring der Stadt Goslar, dem B.Z.-Kulturpreis, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, und dem Pour le mérite für Wissenschaft und Künste, um nur einige zu nennen.
Doch er sieht seinen künstlerischen Werdegang noch lange nicht abgeschlossen. In einem Interview aus Anlass seines 80. Geburtstages erklärte er: „Ich betrachte das, was ich gemacht habe als eine Vorarbeit für das Eigentliche, was zu tun wäre.“
Günther Uecker wird präsentiert von Galerie Zimmermann & Heitmann.

Lebenslauf von James Rizzi

James Rizzi 

Am 5.Oktober 1950 wurde James Rizzi in der Stadt Brooklyn geboren. James Rizzi ist ein Maler und Künstler der Pop-Art. Zur Zeit ist er in einem Atelier Loft in SoHo, einem Stadtteil von Manhatten tätig. Die Mutter kommt aus Irland, sein Vater ist Italiener. James Rizzi hat noch zwei weitere Geschwister und absolvierte an der Holy Innocents Grammar School seinen Schulabschluss, bevor er anschließend die High School besuchte. Seit 1969 studiert Rizzi an der University of Florida in Gainesville das Fachgebiet Kunst. Schon damals interessierte er sich sehr für die Malerei und die Skulptur in Kombination. Hierdurch entstand dann auch die 3D-Grafik-Technik. Diese wendet er häufig in seinen Arbeiten an. Sein Studium schloss er 1974 ab, und präsentierte anschließend seine Arbeiten im Brooklyn Museum in New York.
Nach dem James Rizzi immer bekannter wurde, stieg auch das Interesse der Museen und Galerien an seinen Werken. Außer mit Malerei beschäftigte sich James Rizzi auch noch mit dem Gestalten von Animations-Musik-Videos, CD und Platten Cover und anderen Gegenständen, wie Telefonkarten oder Rosenthal Porzellan. In deren Folgen entstanden viele Einzelausstellungen und Auszeichnungen. Er zählt heute zu den bekanntesten Künstler in der Pop-Art.
Rizzi engagierte sich auch bei verschiedenen Kooperationen mit Organisationen aus Deutschland. So kam der Erlös einer Zusammenarbeit mit dem Lions Club Krefelder Rheintor den Hurrikankatastrophenopfer aus New Orleans zu Gute. Ebenso hat er die Patenschaft für das Projekt „Begegnungen“ von Peter Maffay übernommen.
Die Werke von James Rizzi handeln oft von New York und den Einwohnern. Typisch sind die bunten Farben und die naiv-kindliche Einfachheit. Die meisten Werke strahlen Lebensfreude, Fröhlichkeit und Optimismus aus.
Ebenso ist die dreidimensionale Konstruktionstechnik charakteristisch, hier wird eine zweite Bildebene gesetzt. Hieraus entsteht für den Betrachter die bekannte 3D Technik.
Besondere Werke waren vor allem, die Gestaltung der Ausenfläche einer Boein 757 zum 40jährigen Jubiläum des Condor Flugdienstes, die Gestaltung eines Brockhausbandes, aber auch das Design von drei New Beetles. Auf der Expo gestaltete er das Happy Rizzi House. Weiterhin arbeitete er James Rizzi Siemens, für die Stadt Heilbronn sowie auch für die metronom Eisenbahngesellschaft. Im Jahr 2008 gestaltete er vier Sonderbriefmarken unter dem Motto „Grüße für jeden Anlass“.